30.01.2007 - Neun Schrott-LKW aus dem Verkehr gezogen (MOL)
BAB 10
In den vergangenen 10 Tagen mussten Beamte der Sonderüberwachungsgruppe Märkisch-Oderland auf der BAB 10, östlicher und südlicher Berliner Ring, wieder erhebliche Mängel an schrottreifen Lkw und ihren Anhängern feststellen. So wurden beispielsweise an einem litauischen Autotransporter defekte Radbremszylinder festgestellt, so dass keine Kraftübertragung auf die Bremswelle und somit auf die Radbremsen möglich ist. Zudem war die noch vorhandene Bremswirkung der 1. und 2. Achse ungleich, was bei einer Gefahrenbremsung zu einem unkontrollierbaren Ausbrechen des Zuges führen kann. Die Längs- und Quertraversen des Anhängers waren angerissen und verzogen, was aus einer unsachgemäßen Reparatur eines früheren Unfallschadens resultiert. Die Auffahrrampen für die zu transportierenden Pkw waren an vielen Stellen durchgerostet und deren Befestigung am Fahrzeugaufbau lose.
Die Tankbefestigung der Kraftstoffanlage war ebenfalls lose und zeigte schon Bewegungsspuren des Tanks. Letztendlich wiesen die Zugöse und das Zuggabelauge ein nicht mehr zulässiges Verschleißmaß auf, sodass ein Abreißen des Anhängers im Extremfall möglich war.
Ein weiterer Lkw-Zug polnischer Herkunft wurde der Kontrolle unterzogen, da die Beamten Ladungssicherungsmängel vermuteten. Dieser Verdacht bestätigte sich auch in weiterer Folge. Die Ladung war bereits seitlich verrutscht und zeichnete sich in ihren Umrissen schon an der Plane ab. Weiterhin fielen den Polizisten bei der Kontrolle gravierende technische Mängel auf, die eine Weiterfahrt des Zuges unmöglich machten.
Weiteren 9 Fahrzeugen mussten in den letzten 10 Tage die Weiterfahrt aufgrund technischer Mängel untersagt werden. Bei allen Fahrzeugen wurde aus Beweissicherungsgründen ein Gutachten zur Feststellung der Verkehrssicherheit in Auftrag gegeben.
Im Ergebnis wurden allen Fahrzeugführern bis zur Behebung der Mängel und Wiederherstellung der Verkehrssicherheit die Weiterfahrt mit ihren Fahrzeugen (-kombinationen) untersagt. Zudem müssen alle mit einem Bußgeld rechen.






