Evaluierung der Kriminalpolizei

Vorwort

 

Demografische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen werden in den nächsten Jahren eine noch stärkere Vorbereitung auf die Herausforderungen der Zukunft erfordern. Darauf hat sich die Polizei in Brandenburg mit der Bildung einer Projektgruppe eingestellt, die mit dem notwendigen strategischen Weitblick künftige Entwicklungen und Aufgaben aufzeigen soll.

 

Seit Anfang des vergangenen Jahres arbeitet die Projektgruppe „Evaluierung der Kriminalpolizei" unter Federführung des Innenministeriums an einer grundlegenden Strukturoptimierung. Die Mitarbeit erfolgt dabei aus allen Ebenen der Polizei sowie unter Beteiligung der  Berufsvertretungen. Nach Auswertung verschiedener Arbeitspakete gibt es inzwischen erste Ergebnisse, die mit dem vorliegenden Zwischenbericht veröffentlicht werden.

 

Logo - Evaluierung der Kriminalpolizei

Der Bericht beinhaltet die Ergebnisse einer so in Brandenburg bisher noch nicht durchgeführten Langzeitanalyse der Kriminalitätsentwicklung im Zeitraum 1994 bis 2005. In bundesweit einmaliger Weise wurden darüber hinaus, unter Einbeziehung von Fachexperten aus der Wissenschaft, der Wirtschaft sowie Verantwortlichen aus Politik, Staat und Gesellschaft Prognoseaussagen für die Kriminalitätsentwicklung im Land erarbeitet. Mit diesem Ausblick auf die entscheidenden Kriminalitätsfelder wurden wichtige Vorraussetzungen geschaffen, um zukunftssichere Organisationsentscheidungen treffen zu können. Gegenwärtig liegen die aus dem Gesamtpaket abgeleiteten Empfehlungen den Mitgliedern der Zentralen Projektgruppe der Polizei zur Stellungnahme vor.

 

Die Vorschläge sind Ergebnis der fachlich intensiv und auch konträr geführten Diskussionen in der Projektgruppe. Sie wurden aus einer Reihe von weiteren erarbeiteten Vorschlägen im Ergebnis von Mehrheitsentscheidungen durch die Projektgruppenmitglieder ausgewählt. Damit ist bereits im Rahmen der Projektgruppenarbeit deutlich geworden, dass auch andere Entscheidungsalternativen denkbar sind. Die im Bericht dargestellten Vorschläge haben somit empfehlenden Charakter und stellen noch keine Organisationsentscheidung dar. Diese Entscheidung bedarf weiterer gründlicher Vorbereitung und intensiver Diskussionen - insbesondere zu Führungs- und Organisationsaspekten - mit den für die Kriminalitätsbekämpfung im besonderen Maße Verantwortung tragenden Behördenleitern. Nach Auswertung aller Stellungnahmen wird eine weitere intensive Erörterung in der Zentralen Projektgruppe der Polizei stattfinden. Auf der Grundlage dieser Bewertungen wird die Fachebene des Innenministeriums einen Entscheidungsvorschlag für den Minister erarbeiten.

 

 

Roger Höppner

Leiter der Projektgruppe

 

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