24.08.2006 - Tragischer Hitze-Juli auf Brandenburgs Straßen
Innenstaatssekretär Hohnen: Polizeipräsidien erhöhen Kontrolldichte
Im anhaltend hochsommerlich heißen Juli sind auf Brandenburgs Straßen bei Verkehrsunfällen 8 Menschen mehr getötet und 4 mehr verletzt worden als im Juli des Vorjahres. Die vorläufige Polizeibilanz weist insgesamt 27 Verkehrstote und 1.253 Verletzte aus. Trotz zunehmender Schwere setzte sich der schon für das erste Halbjahr registrierte leichte Rückgang der Unfälle im ersten Ferienmonat um 1,4 Prozent auf 6.646 fort. Staatssekretär Hans-Jürgen Hohnen verwies vor dem Hintergrund der aktuellen Unfallentwicklung erneut auf die Notwendigkeit und die Wirkungen flächendeckender Polizeikontrollen. „Nach den winterbedingten Kontrollausfällen und dem alarmierenden Anstieg der Geschwindigkeitsunfälle in den ersten sechs Monaten um 18 Prozent, sind die Polizeipräsidien des Landes aufgefordert, ihren entsprechenden Einsatz zu verstärken", erklärte er am Donnerstag in Potsdam. Das sei auch ein wesentlicher Beitrag für die Sicherheit des derzeit dichten Urlauber- und Ausflugsverkehrs im Land.
Im Ergebnis verstärkter Kontrollen wurden im Juli 108.934 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, das sind fast 5.000 Ahndungen mehr als im Juli 2005. Damit einher gingen im Juli erfreulicherweise erstmals in diesem Jahr die Geschwindigkeitsunfälle um 21,7 % zurück. Die Bilanz seit Jahresbeginn zeigt allerdings noch immer einen bedenklichen Anstieg in dieser Unfallgruppe um 13,4 Prozent.
Insgesamt registrierte die Polizei in Brandenburg bis Ende Juli dieses Jahres 47.901 Verkehrsunfälle mit 145 Todesopfern und 6.891 Verletzten. Das waren 320 Unfälle und 492 Verletzte weniger als im Vorjahr. Keine Veränderung gab es in den ersten sieben Monaten bei der Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr.
Mit den jetzt vorliegenden Unfallzahlen ist hinsichtlich der kürzlich vorgelegten Unfallbilanz der Polizei für das erste Halbjahr eine Korrektur der Zahlen zu Todes-opfern und Verletzten erforderlich. So kamen in diesem Zeitraum insgesamt 117 Menschen (2005: 125) ums Leben, 5.614 (2005: 6.009) wurden verletzt. Wegen eines Übertragungsfehlers waren zuvor 126 Todesopfer und 6.134 Verletzte vermeldet worden.
Verantwortlich: Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern, Henning-von-Tresckow Str. 9-13, 14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060 / Fax: (0331) 866 2666
Verkehrsunfälle in Brandenburg (application/pdf 1.3 MB)
Vorläufige Verkehrsunfallbilanz der Polizei 1. Halbjahr 2006 (application/pdf 314.5 KB)






