23.05.2012 - LKW-Fahrer nach Unfallflucht gestellt  - HVL

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Ribbeck, B 5


Dienstag, 22.05.2012, 11:20 Uhr

 

Ein Verkehrspolizist bemerkte am Dienstag bei der Fahrt durch Ribbeck einen beschädigten polnischen Lastwagen mit Anhänger, der hinter dem Ortseingang am rechten Fahrbahnrand abgestellt war. Bei genauerer Betrachtung bemerkte der Beamte, dass die gesamte rechte Fahrzeugseite des Sattelzuges frische Unfallschäden aufwies, so waren die hintere und vordere Stoßstange verbogen und zwei Reifen bis auf das Geflecht aufgerissen. Auch der Tank des Lasters der Marke Volvo schien beschädigt zu sein und leckte. Als der Polizist den Fahrer ansprach, der neben dem Lkw wartete, gab dieser zu einen Unfall auf der Autobahn gehabt zu haben. Mehr als 30 Kilometer von der Autobahn entfernt hatte er seinen Sattelzug dann abgestellt und einen Servicewagen geordert, die Polizei hatte er zum Unfall nicht informiert. Beamte des Polizeireviers Nauen suchten auf der BAB den Unfallort und wurden hinter dem Autobahndreieck Havelland in Fahrtrichtung Hannover fündig. Mehr als 12 Felder der Schutzplanke waren zerstört, auf einer Länge von 20 Metern war die Putzplanke vollständig verbogen und aus den Verankerungen gerissen. Wie sich an hand des Fahrtenschreibers herausstellte, war der 55-Jährige offenbar seit mehr als 13 Stunden über Nacht und ohne Pause mit dem Lkw unterwegs gewesen. Auf Grund von Ermüdungserscheinungen hatte er daher die Kontrolle über den Sattelzug verloren und war gegen die Leitplanke gefahren. Es wurde Anzeige aufgenommen und die Weiterfahrt für mindestens 24 Stunden untersagt, zudem wurde die sofortige Reparatur des auslaufenden Tanks angeordnet.