07.05.2012 - Denkfehler mit Folgen auf der BAB 11 - BAR
BAB 11
Ein 72-jähriger schwedischer Wohnmobilfahrer lenkte sein Gefährt am 06.05.2012 über die BAB 11 in Fahrtrichtung Süd. Gegen 22:45 Uhr wollte er einen Parkplatz ansteuern und entschied sich für den Rastplatz „Suckower Forst“.
So stellte er denn sein Fahrzeug scheinbar ordnungsgemäß ab. Das nun folgende Geschehen hätte sich so jedoch nicht zugetragen, wäre der Mann auch wirklich auf dem Rastplatz zu Stehen gekommen. Leider hatte er diesen knapp verpasst und lagerte nun unbeleuchtet mitten auf der Autobahn auf dem rechten Fahrstreifen quer zur Fahrtrichtung mit Blick zum Standstreifen.
Die Folgen ließen nicht lange auf sich warten. Ein polnischer Fahrzeugführer fuhr mit seinem PKW Ford auf genau diesem rechten Fahrstreifen und erkannte zu spät das Hindernis, das da vor ihm plötzlich auftauchte. Er prallte auf das Wohnmobil, das sich dadurch um die eigene Achse drehte, gegen die Mittelschutzplanke stieß und auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen kam. Der Ford stieß gegen die rechte Schutzplanke und stand letztlich auf dem Standstreifen.
Sowohl der Wohnmobilfahrer als auch der 36-jährige PKW-Fahrer wurden verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Den aufmerksamen Polizisten entging nicht, dass der ruhebedürftige Camper nach Alkohol roch. Ein Atemalkoholtest erbrachte einen Wert von 1,97 Promille. Seinen Führerschein ist der Mann damit erst einmal los. Der wurde noch vor Ort sichergestellt.
Die Autobahn musste zur Unfallaufnahme für ca. 1,5 Stunden voll gesperrt werden. Gegenwärtig wird von einem Sachschaden von rund 14.000 Euro ausgegangen. Die Kriminalpolizei der Inspektion Barnim hat die weiteren Ermittlungen übernommen.






