02.05.2012 - Polizei warnt vor gefährlichen E-Mails

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Potsdam. Derzeitig häufen sich bundesweit Fälle einer neuen Masche gefährlicher E-Mails, die seit Ende April 2012 verstärkt im Internet im Umlauf sind.

Den Empfängern dieser E-Mails wird fälschlicherweise eine Erweiterung ihres E-Mail-Accounts mitgeteilt. Darin heißt es: „Sie dürfen jetzt bis zu 500 SMS pro Monat gebührenfrei verschicken und Ihr Speicherplatz erweitert sich um 14 GB“.

Für diesen angeblich gebuchten  Service verlangen die mutmaßlichen Betrüger monatlich zwischen 60 und 70 Euro, die dann automatisch monatlich bzw. als einmalige Jahresvorauszahlung vom Konto abgebucht werden würden. Um Details dieser „ausgedachten“ Zahlungsaufforderungen, Vertragsänderungen sowie Kündigungsfristen nachzulesen, wird auf den E-Mail-Anhang verwiesen.

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, diese E-Mail-Anhänge zu öffnen, da sich hinter den als „zip-Datei“ (komprimierte Datei) getarnten „Rechnungen“ gefährliche Schadprogramme verstecken. Bereits der Versuch, diese Datei zu öffnen, führt dazu, dass sich der Trojaner aktiviert und den Computer sperrt, da sich hinter dem „zip-Archiv“ tatsächlich eine ausführbare „exe-Datei“ verbirgt.

Sollte der E-Mail-Anhang dennoch versehentlich geöffnet worden sein, wird im Nachgang der PC gesperrt und der PC-Nutzer darauf hingewiesen, dass angeblich „aus Sicherheitsgründen das Windows System blockiert wurde“. Um das System wiederherzustellen, soll der Anwender ein kostenpflichtiges Sicherheitsupdate herunterladen. Der Zugang zum PC wird laut der Meldung erst dann wieder gewährt, wenn ein Ukash-Code (elektronisches Zahlungsmittel) im Wert von 50 Euro bzw. 100 Euro in das vorgegebene Pop-up-Fenster eingetragen wird.


Die Polizei rät:

Empfängern derartiger E-Mails wird empfohlen, die im Anhang befindlichen Dateien nicht zu öffnen, sondern den gesamten Inhalt der E-Mail, einschließlich der E-Mail selbst, auf einem Datenträger (z. B. CD) zu sichern. Um gegen die Betrüger und Urheber derartiger Schadprogramme, z. B. wegen Erpressung, Computerbetruges oder –sabotage, zeitnah strafrechtlich vorgehen zu können, werden Empfänger und Geschädigte dieser E-Mails gebeten, umgehend eine Strafanzeige bei der nächst gelegenen Polizeidienststelle oder auch online, z.B. über die Internetwache der Polizei Brandenburg unter www.internetwache.polizei.brandenburg.de ,  zu erstatten.

Zum Schutz vor Schadprogrammen sollte man stets das jeweilige Betriebssystem, installierte Programme und Antiviren-Software auf dem aktuellsten Stand halten und das Öffnen von E-Mails mit unbekannten Absendern unterlassen.

Zudem wird geraten, regelmäßig persönliche Daten, wie z. B. Fotos, Dokumente etc. als Kopie auf einem externen Datenträger zu speichern.



Rudi Sonntag

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Pressesprecher
Polizeipräsidium