30.09.2011 - Erneut Bootsmotoren gestohlen – Hinweise zur Eigentumssicherung (UM) - UM
Templin / Uckermark
Nicht nur in Gartenanlagen sondern auch am Wasser tummeln sich „Langfinger“ im Herbst besonders gern. Sie nutzen die „Gunst der Stunde“. Erfahrungsgemäß flacht der Besucherverkehr ab. Zudem wird es früh dunkel. Damit verringert sich für sie auch die Gefahr, ertappt zu werden. Beliebte Tatorte für einen Diebstahl liegen in der Regel etwas abgelegen und sind meist schwer zu überwachen. Sie werden von den Tätern zunächst ausgekundschaftet. Ist dann ein lohnendes Ziel gefunden, wird im Schutze der Dunkelheit zugeschlagen, der Motor fachmännisch abgebaut und alles, was einigermaßen Geld bringen könnte, mitgenommen. Immer wieder deutet das gut organisierte Handeln der Täter darauf hin, dass hier keine Gelegenheitsdiebe am Werk sind.
Solche Diebe trieben nun zum wiederholten Mal auch in Templin ihr Unwesen. Nachdem in der vergangenen Woche von 4 Booten die Motoren entwendet worden waren (wir berichteten – siehe unten), wurden am Mittwoch erneut drei Diebstähle von Bootsmotoren angezeigt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die nun bekannt gewordenen Fälle mit den angezeigten Diebstählen in der vergangenen Woche in Verbindung stehen, denn der Tatzeitraum liegt hier zwischen dem 22.09.2011 und dem 28.09.2011.
Die unbekannten Täter verschafften sich im Bereich der Anlage "Ziegeleibrücke e.V." gewaltsamen Zutritt zu drei Bootsschuppen und entwendeten von den darin liegenden Booten jeweils die Außenbordmotoren. In einem Fall lösten sie sogar die Sicherung des Bootes. Später wurde es an der Eisenbahnbrücke, ohne den 30PS Außenbordmotor vom Typ Honda, im Wasser treibend aufgefunden.
Der entstandene Schaden beläuft sich bei diesen drei Fällen auf knapp 15.000 Euro.
Um es den Langfingern so schwer wie möglich zu machen, sollte jeder Bootseigner durch technische Sicherungs- und Verhaltensmaßnahmen dafür sorgen, sein Eigentum so gut wie möglich zu sichern. Zudem kann das Codieren von Motoren, Booten und Inventar zur Sicherheit beitragen, da diese Gegenstände für Diebe beim Weiterverkauf weniger wertvoll sind.
Diesen Service bietet die Polizei kostenlos an. Das ist der präventive Beitrag der Polizei zum Schutz des Eigentums. Zudem erleichtert das Anbringen dieser eindeutigen und landesweit einheitlich gestalteten Identifizierungs- und Eigentumskennzeichnungen an Bootsmotoren, Booten und entsprechendem Equipment die Fahndungsmaßnahmen der Polizei. Durch sie ist ein Rückschluss auf die Herkunft bzw. den Eigentümer, möglicherweise entwendeter Gegenstände, möglich.
Hier noch einige weitere Hinweise zur Sicherung seines maritimen Eigentums:
- Sichern Sie Ihr Boot bzw. Ihren Bootsmotor zusätzlich mit geeigneten mechanischen oder elektrotechnischen Mitteln wie Ketten, Schlösser oder gar mit einer Alarmanlage.
- Prüfen Sie, ob die Möglichkeit besteht, den Außenbordmotor an einem sicheren Ort verwahren zu können.
- Der Einbau von widerstandsfähigen Tür-, Fenster- und Lukenbeschlägen macht Dieben das Einbrechen besonders schwer, so dass sie unter Umständen von ihrem Vorhaben ablassen.
- Schließen Sie alle Luken und Fenster. Die Türen sollten beim Verlassen immer verschlossen werden.
- Lassen Sie leicht abbaubare bzw. mobile, wertintensive Ausrüstungsgegenstände beim Verlassen des Bootes nicht an Bord.
- Fertigen Sie von Ihrem Boot bzw. vom Außenborder Bilder, die sie im Fall eines Diebstahls der Polizei für die Fahndung zur Verfügung stellen können.
- Erstellen Sie einen aussagekräftigen Bootspass. In diesem werden die notwendigen Informationen zum Boot und zum Motor festgehalten, um dann, falls es zum Diebstahl kommt, die Fahndung schnellstmöglich einleiten zu können. Die Beamten der Wasserschutzpolizei unterstützen Sie dabei gern und beraten Sie. Bewahren Sie Ihren Bootspass so auf, dass Sie ihn im Bedarfsfall schnell zu Hand haben und somit schnellstmöglich auf alle erforderlichen die Daten zugreifen können.
WICHTIG: Bewahren Sie diesen Pass möglichst nicht auf dem Boot auf.






