29.08.2011 - Betrüger missbrauchen Namen von Bundespolizei und Bundeskriminalamt
Mit einer angeblichen Meldung von Bundespolizei beziehungsweise Bundeskriminalamt treiben Betrüger derzeit ihr Unwesen: Mithilfe eines neuen aggressiven Virus legen sie PCs lahm. Gleichzeitig erscheint auf den Bildschirmen der betroffenen Computer eine Meldung, die angeblich von der Bundespolizei beziehungsweise vom Bundeskriminalamt stammt. Darin wird behauptet, dass der User den PC für illegale Aktivitäten, wie zum Beispiel zum Anschauen und Speichern von Kinderpornografie oder für terroristische Zwecke genutzt habe und man ihn deshalb sperren müsse.
Um die Sperre des Computers aufzuheben, sei der User verpflichtet, innerhalb von 24 Stunden einen Geldbetrag in Höhe von 100 Euro - seit neuestem sogar 500 Euro - über die Prepaid-Zahlsysteme Ukash oder PaySafe-Card zu entrichten, damit der PC wieder freigeschaltet wird. Sollte er dieser Aufforderung nicht nachkommen, werde die Festplatte gelöscht.
Die Polizei rät in diesem Fall: Zahlen Sie auf keinen Fall! Ihr Geld ist dann weg, der Computer aber weiterhin gesperrt. Stattdessen sollten Sie bei der nächsten Polizeidienststelle eine Strafanzeige erstatten. Informationen dazu, wie Sie Ihren Computer von PC-Schädlingen befreien, gibt es im Internet, beispielsweise auf der Website www.botfrei.de.
"Anstecken" können Sie sich beispielsweise beim Besuch von Video- und Kinofilmportalen oder Pornoseiten. Vorsichtig sollten Sie auch bei Links sein. So gab es in den vergangenen Wochen häufig den Fall, dass sich User beim Anklicken eines Links bei Facebook mit der Fragestellung "Bist du das auf dem Bild?" infizierten.
Wie Sie sich vor Schadsoftware schützen, erfahren Sie unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/viren-und-trojaner/tipps.html






