Dokumentation zur Polizeireform bietet detaillierte Einblicke und Perspektiven der Neuorganisation

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Zwei spannende Polizei-Jahre auf 150 Seiten

Was, schon drei Jahre her? Der Polizeialltag hat die Umsetzung der Polizeireform zum 1. Juli 2002 zur Erinnerung gemacht. In diesen Tagen geht es bereits um die Evaluierung der Reform. Die macht deutlich: Umfassende Organisationsveränderungen sind inzwischen zum Tagesgeschäft geworden. Das Plus an Kompetenz und Verantwortung wird - nicht immer ohne Reibung - zunehmend mutig und ideenreich genutzt. „Zielvereinbarungen", „Steuerungs-, Führungs- und Arbeitssystem", „Internetwache" oder „Budgetierung" sind nur einige, immer bekannter werdende Begriffe, die Spielräume und Anforderungen der neu organisierten Polizei Brandenburgs verdeutlichen. Neue Dienstausweise, neue Einsatzfahrzeuge, das „elektronische Warenhaus" - es gibt bereits eine Fülle von Beispielen für weitere Detailveränderungen im täglichen Dienst der Polizeiangehörigen.

Eine Redaktionsgruppe im MI hat 2004 die Polizeireform Brandenburgs dokumentiert. Auf 150 Seiten kann sich der reformvertraute Leser nicht nur erinnern. Er erhält neben der Chronologie dieses mutigen und daher auch mit manchem Vorbehalt begleiteten Reformvorhabens ebenso Einblicke in die Organisation der Neuorganisation. Detailliert werden die einzelnen Reformschritte der Organisations- und Personalentwicklung dargestellt. Die Dokumentation macht den Weg zum systematischen Steuern, Führen und Arbeiten in Brandenburgs Polizei deutlich und zeigt die kritischen und daher produktiven Auseinandersetzungen um optimale Lösungen. Einen Schwerpunkt haben die Autoren dabei auf die Beteiligung der Mitarbeiter gelegt, deren aktuelle Information zu den Prioritäten im Reformprozess gehörte. 26 Anlagen in der Dokumentationsbroschüre und ein gesonderter Anlagenband bieten zu den einzelnen Kapiteln vertiefende Informationen.

Die Dokumentation zieht zum 1. Juli 2002 keinen Schlussstrich. Vielmehr folgt sie dem Grundverständnis der Neuorganisation, die eine ständige Fortschreibung anhand aktueller Bedürfnisse und Rahmenbedingungen beinhaltet. So gibt sie auch einen Ausblick auf nächste Reformschritte wie die Erarbeitung eines umfassenden Personalentwicklungskonzeptes, die Weiterentwicklung der Schichtdienstgestaltung, die Einbindung eines Automatisierten Vorgangsbearbeitungssystems oder die Modernisierung des Beschwerdemanagements.

Die sicher nicht nur für Insider interessante, für so manchen Beteiligten sicher auch spannende 150-Seiten-Lektüre macht den Prozesscharakter der ersten zwei Jahre des Reformverlaufs deutlich. Er hat in seinem Umfang, mit seinen Zielen und durch seine Ergebnisse für die dringend notwendige Verwaltungsmodernisierung im Land Beispielcharakter. Die vorliegende Dokumentation ist deshalb eine wichtige Information für die Landtagsfraktionen und die Landesregierung. Sie soll aber genauso für die breite Öffentlichkeit und für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter der Polizei zugänglich sein. Sie finden deshalb hier den vollen Wortlaut der Dokumentation als pdf-Datei.

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